Der Luftmatratzen-Effekt: Wie du mit einem Urlaubs-Klassiker deinen Vagusnerv boostest

Warum macht Jürgen es sich nicht einfach und nimmt eine Pumpe? 

Weil das Aufpusten einer Luftmatratze mehr ist als nur Urlaubsvorbereitung – es ist ein überraschend effektives Training für deinen Vagusnerv („Ruhenerv“), den wichtigsten Nerv deines Entspannungs- und Regenerationssystems.

So aktiviert das Aufpusten deinen Vagusnerv:

Verlängertes Ausatmen
Du atmest kurz ein und anschließend lange, kontrolliert und gegen einen leichten Widerstand aus. Genau diese verlängerte Ausatmung ist ein starker Reiz für den Vagusnerv.

Das körpereigene Bremspedal wird aktiviert
Lange Ausatmungen signalisieren deinem Nervensystem: Alles ist sicher. Die parasympathische Aktivität steigt und dein Körper schaltet einen Gang zurück.

Die Herzfrequenz sinkt
Während des Ausatmens verstärkt der Vagusnerv seine Wirkung auf das Herz. Der Botenstoff Acetylcholin trägt dazu bei, den Herzschlag zu verlangsamen – ein natürlicher Mechanismus, der sich in einer ausgeprägten respiratorischen Sinusarrhythmie (RSA) zeigt.

Die Erkenntnis:
Manchmal sind die besten Übungen für dein Nervensystem keine komplizierten Atemtechniken, sondern ganz normale Alltagssituationen. Das Aufpusten einer Luftmatratze liefert quasi nebenbei ein intensives Training für Entspannung, Regulation und vagale Aktivität.

Also: Bevor du zur elektrischen Pumpe greifst, gönn deinem Nervensystem vielleicht ein paar bewusste Atemzüge. 

Dich interessiert das Thema? Hier haben wir mehr dazu: https://www.therapy4u.de/regeneratives-stressmanagement-biofeedback/

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Universitäre Arbeiten und Forschungsberichte

Foerster, F., Schneider, H. J. und Walschburger, P. (1985) Zur Kennwerten der Peak-Valley-Methode: Eine Untersuchung zur respiratorischen Sinusarrhythmie. Freiburg: FreiDok plus. Online verfügbar unter: uni-freiburg.de (Zugegriffen: 21. Juni 2026).

Fuhrmann, L. (2015) Physik und Physiologie der respirativen Sinusarrhythmie. Bachelorarbeit. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Online verfügbar unter: uni-halle.de (Zugegriffen: 21. Juni 2026).

Schumacher, R. (2020) Elektrophysiologische Korrelate der autonomen Reizantwort bei transkutaner aurikulärer Vagusnervstimulation. Dissertation. Ludwig-Maximilians-Universität München. Online verfügbar unter: uni-muenchen.de (Zugegriffen: 21. Juni 2026).

Suder, K. (1996) Modell der respiratorischen Sinusarrhythmie: Bestimmung des Impulsantwortverhaltens von Sympathikus und Parasympathikus auf die Herzschlaglänge. Jülich: Forschungszentrum Jülich (Jül-3213). Online verfügbar unter: fz-juelich.de (Zugegriffen: 21. Juni 2026).

Journal-Artikel und FachbeiträgePorges, S. W., Bohrer, R. E., Cheung, M. N., Drasgow, F., McCabe, P. M. und Keren, G. (1980) ‚Methodological Issues in the Quantification of Respiratory Sinus Arrhythmia‘, Biological Psychology, 11(3-4), S. 185-201. Online verfügbar unter PubMed Central: nih.gov (Zugegriffen: 21. Juni 2026).

Russo, M. A., Santarelli, D. M. und O’Rourke, D. (2024) ‚Respiratory Sinus Arrhythmia‘, in StatPearls. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing. Online verfügbar unter: nih.gov (Zugegriffen: 21. Juni 2026).

 

Autor:

Bild von Janine Brunner

Janine Brunner

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