Wir konnten und können es bei der Übertragung von Sportveranstaltungen beobachten: Tape-Anlagen haben sich über die Jahre erheblich verbessert. Taping bleibt durchwegs beliebt, bei weitergebildeten Kollegen die mit Profi-Sportlern arbeiten bis zu Freizeitsportlern die sich selbst tapen.
Wir, Timo Timpe, Ehsan Sazegar und ich, begannen vor 20 Jahren, nach der FIFA WC 2006, mit der Weiterentwicklung von Tape-Anlagen mit elastischem Tape, die auf den Prinzipien der manuellen Therapie, auf geläufigen Funktionstests und auf befundbezogen Ausgangsstellungen des neuro-muskuloskelettalen Systems basieren. Das 5T Prinzip (Think-Test-Treat-Tape-Train = Denken-Befunden-Behandeln-Tapen-Trainieren) bedeutete eine riesige Weiterentwicklung im Vergleich mit herkömmlichen Kinesio-Tape-Anlagen.
Die wichtigsten Rationalen unseres Kinematic Taping Konzepts sind weiterhin die Aktivierung der interstitiellen dynamischen Mechanorezeptoren mit einem hohen Schwellenwert auf den Grenzflächen der oberflächigen Hautschichten (primary superficial shearing zone, PSSZ), strukturellen Stellungsänderungen, Reziproke Inhibition, bis zu Erinnerungs- und Placebo-Effekte.
Hand-Rehabilitation Spezialistin Karin Sertel und Sportphysiotherapeut Jürgen Berkmiller gebühren ebenfalls Dank für spätere Entwicklungen.
Wir waren dankbar für die Möglichkeiten mit und für KollegInnen über die ganze Welt von China bis Chile, von Finnland bis Südafrika zu unterrichten. Taping ist weiterhin Bestandteil unserer internationalen Seminare “Befundung und Behandlung von sportbezogenen Funktionsstörungen und Verletzungen“ in Deutschland und darüber hinaus.
In den Kursen und im Kurshandbuch, werden viele weiteren Variationen gezeigt und dargestellt, wie z.B. viele verschiedene und übliche Variationen bei Supinationstraumen, dagegen werden die wichtigsten im Kurs gezeigten Tape-Anlagen für das Knie, die Kniescheibe, die Muskeln der unteren Extremität im Buch dargestellt. Die Tape-Anlagen für den N. peroneus, die Kniegelenk – Innenrotation der Tibia, die ischiocruralen Muskeln, die Halswirbelsäule, den M. trapezius desc., die 1. Rippe, den Plexus brachialis sind weiterhin unübertroffen.
Um Missverständnisse und Verwirrung vorzubeugen: Taping, in den verschiedensten Ausführungen, ist eine, von einer geringfügigen bis zur entscheidenden, Ergänzung einer adäquaten physiotherapeutischen Behandlung, einer spezifischen Rehabilitation und eines Funktionstrainings während jeglichen Phasen des Managements von der Akutverletzung bis zum Teamtraining und der Match Fit Phase.
Viel Spass und Erfolg ! Happy Taping! Colour Your Life!
Autor
John Langendoen-Sertel
PT. B.PT M.Sc.


